Nachbericht-Schulbau-Messe-Stuttgart 2026
Am 25. und 26. Februar 2026 wurde die Carl Benz Arena in Stuttgart zum Treffpunkt für den Bildungsbau. Die SCHULBAU – Internationaler Salon und Messe vereinte Kommunen, Architektur, Fachplanung und Industrie mit Fokus auf wirtschaftliche,…

Am 25. und 26. Februar 2026 wurde die Carl Benz Arena in Stuttgart zum Treffpunkt für den Bildungsbau. Die SCHULBAU – Internationaler Salon und Messe vereinte Kommunen, Architektur, Fachplanung und Industrie mit Fokus auf wirtschaftliche, nachhaltige und pädagogisch fundierte Lösungen.
Millionenaufträge auf der Schulbau-Messe – Aussteller begeistert!
Seit 2016 investieren Bund, Länder und Kommunen jährlich Milliarden in Schulbau und -sanierung, allein in Baden-Württemberg liegt das Volumen bei über 1,5 Milliarden Euro. Vor diesem Hintergrund setzte die SCHULBAU Stuttgart 2026 ein deutliches Signal: Bildungsbauten verlangen strategische Planung, präzise Priorisierung und interdisziplinäre Zusammenarbeit.
Der erste Messetag stand im Zeichen wirtschaftlicher Bauweisen, der Weiterentwicklung von Bestandsgebäuden und der Frage, wie robuste Konstruktionen mit pädagogischem Anspruch zusammenfinden. In Vorträgen und Gesprächsformaten wurden serielle Holz- und Hybridbauweisen, energieeffiziente Sanierungen sowie ESG-Kriterien diskutiert. Beiträge aus Politik und Fachpraxis – unter anderem von Katrin Steinhülb-Joos und Prof. Dr. Thomas Riecke-Baulecke – spannten den Bogen von Bildungspolitik über Digitalisierung bis hin zu konkreten Schulprojekten.
Praxisberichte wie das Gymnasium Herrsching von Prof. Dipl.-Ing. Felix Schürmann oder die Einblicke in die Grund- und Mittelschule Langweid am Lech verdeutlichten, wie Lernwohnungen, Fachcluster und flexible Raumstrukturen pädagogische Konzepte räumlich unterstützen. Im Dialog „Am Küchentisch“ diskutierten Dr. Christine Lemaitre (DGNB e.V.) und Wolfgang Häußler (FVHF e.V.) mit Kirsten Jung über Nachhaltigkeit und architektonische Verantwortung.
International wurde der Blick durch Beiträge aus Norwegen und Dänemark geweitet. Marion Pflugfelder (SPINN Ark.) sowie Rasmus Iversen und Natalía Bazaiou (Geonome) zeigten Transformationsstrategien im Bildungsbau zwischen Skandinavien und Südeuropa. Das anschließende Matchmaking mit BloxHub.dk unterstrich den europäischen Austausch.
Der zweite Messetag rückte Digitalisierung, KI und Mehrfachnutzung in den Mittelpunkt. Kerstin Niendorf eröffnete gemeinsam mit Kirsten Jung das Programm. Diskutiert wurden digitale Infrastruktur im Rahmen des Digitalpakts, KI-gestützte Anwendungen im Schulalltag sowie hybride Nutzungskonzepte bei begrenzten Flächenressourcen. Formate zur Inklusion, zur sonderpädagogischen Baupraxis und zur Ernährungsbildung ergänzten das Spektrum.
Ein besonderer Höhepunkt war die Vorstellung des Bildungshauses NeckarPark durch Marco Tschöp. Das Holzhybrid-Projekt verbindet Ganztagesgrundschule, Kinder- und Familienzentrum, Volkshochschule und Sporthalle zu einem integrierten Bildungsstandort im Stadtquartier Bad Cannstatt. Die anschließende Exkursion machte deutlich, wie Stadtentwicklung und Bildungsinfrastruktur ineinandergreifen.
Über beide Tage hinweg prägten hohe Gesprächsintensität und fachliche Tiefe die Atmosphäre. Im Planungscafé wurden konkrete Vorhaben diskutiert, Netzwerke gestärkt und Projekte angestoßen. Statt oberflächlicher Produktpräsentationen dominierten lösungsorientierte Dialoge zwischen Schulbauämtern, Planenden und Industriepartnern.
Stuttgart 2026 hat gezeigt: Der Bildungsbau befindet sich in einer Phase der Neujustierung. Bestandstransformation, digitale Integration und nachhaltige Materialstrategien rücken in den Vordergrund. Die SCHULBAU – Internationaler Salon und Messe bleibt dabei die Plattform, auf der Perspektiven geschärft, Projekte konkretisiert und Kooperationen initiiert werden.







