Köln errichtet Gesamtschule auf historischem Flughafengelände

Auf dem ehemaligen Flughafen- und späteren Kasernengelände am Butzweilerhof im Kölner Stadtteil Ossendorf entsteht ein Schulneubau, der moderne Pädagogik mit nachhaltiger Architektur verbindet. Mit Platz für mehr als 1.200 Schülerinnen und Schüler und einer innovativen…

3. August 2026
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Auf dem ehemaligen Flughafen- und späteren Kasernengelände am Butzweilerhof im Kölner Stadtteil Ossendorf entsteht ein Schulneubau, der moderne Pädagogik mit nachhaltiger Architektur verbindet. Mit Platz für mehr als 1.200 Schülerinnen und Schüler und einer innovativen Holz-Hybridbauweise zählt das Projekt zu den größten und zukunftsweisenden Schulbauten Nordrhein-Westfalens.

Ein neuer Bildungsstandort für den Kölner Norden

Mit der neuen Gesamtschule reagiert die Stadt Köln auf den steigenden Bedarf an Schulplätzen. Das Schulensemble bietet künftig Raum für 1.265 Schülerinnen und Schüler und besteht aus vier miteinander verbundenen Lernhäusern sowie einem Sporthaus mit fünf Hallenteilen. Anstelle klassischer Flure setzt das pädagogische Konzept auf offene Lernlandschaften, die Unterricht, Gruppenarbeit und gemeinschaftliches Lernen flexibel miteinander verbinden. Ergänzt wird das Ensemble durch moderne Fachräume, Aufenthaltsbereiche und Außenanlagen, die den Schulalltag bereichern und vielfältige Nutzungsmöglichkeiten schaffen.

Holz-Hybridbauweise verkürzt Bauzeit und schont Ressourcen

Die neue Gesamtschule wird in einer Holzhybridbauweise errichtet, bei der Holz, Stahlbeton und Stahl ihre jeweiligen konstruktiven Vorteile miteinander verbinden. Während Fundamente, Treppenhäuser und aussteifende Bauteile in Stahlbeton ausgeführt werden, bestehen große Teile der oberirdischen Konstruktion aus vorgefertigten Holzelementen. Durch den hohen Vorfertigungsgrad können zahlreiche Bauteile bereits im Werk produziert und anschließend auf der Baustelle montiert werden. Das beschleunigt den Bauablauf, verbessert die Ausführungsqualität und reduziert gleichzeitig Materialverbrauch sowie Emissionen. Zum Einsatz kommt überwiegend heimisches Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft, das langfristig Kohlenstoff bindet und damit einen wichtigen Beitrag zum klimafreundlichen Bauen leistet.

Nachhaltigkeit als Leitgedanke des Gesamtkonzepts

Das Nachhaltigkeitskonzept beschränkt sich nicht auf die Bauweise. Begrünte Retentionsdächer speichern Niederschlagswasser, entlasten die Kanalisation bei Starkregen und verbessern das Mikroklima. Ergänzt werden sie durch Photovoltaikanlagen, die einen Teil des Energiebedarfs der Schule decken, sowie Fassadenbegrünungen, die zur ökologischen Qualität des Gebäudes beitragen. Mit der neuen Gesamtschule entsteht damit nicht nur zusätzlicher Bildungsraum, sondern ein zukunftsfähiger Lernort, der nachhaltige Architektur, ressourcenschonendes Bauen und zeitgemäße Bildungsräume miteinander verbindet und beispielhaft zeigt, wie öffentliche Schulbauten den Anforderungen kommender Generationen gerecht werden können.

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