Aus historisch wird energieeffizient

Die denkmalgeschützte Schulanlage Lavater in Zürich wurde behutsam modernisiert und für den heutigen Schulbetrieb weiterentwickelt. Energetische Sanierung und neue Nutzungen greifen dabei ineinander. Die Schulanlage gehört zu den bedeutenden Beispielen des Schulhausbaus im späten 19.…

5. Mai 2026
© Swisspacer

Die denkmalgeschützte Schulanlage Lavater in Zürich wurde behutsam modernisiert und für den heutigen Schulbetrieb weiterentwickelt. Energetische Sanierung und neue Nutzungen greifen dabei ineinander. Die Schulanlage gehört zu den bedeutenden Beispielen des Schulhausbaus im späten 19. Jahr hundert. Das Gebäudeensemble von 1896/97 wurde von Stadtbaumeister Gustav Gull entworfen und orientiert sich gestalterisch am Zürcher Landesmuseum. Mit der aktuellen Sanierung wurde die historische Anlage nicht nur instandgesetzt, sondern zugleich für den heutigen Schulbetrieb weiterentwickelt.

Architektur zwischen Bestand und Weiterentwicklung
Die Planung von neff neumann architekten aus Zürich verfolgt einen sensiblen Umgang mit der historischen Substanz. Ziel war es, die architektonische Qualität des Bestands zu erhalten und gleichzeitig neue Funktionen zu integrieren. Die Schule wurde für einen modernen Tagesschul betrieb mit zwölf Sekundarklassen ausgelegt. Eine markante Veränderung betrifft die ehemalige Turnhalle. Sie wurde in das Forum Lavater umgebaut und dient heute als Verpflegungs- und Mehrzweckbereich. Ergänzend entstand unter dem Pausenplatz eine neue unterirdische Doppelsporthalle, die neben dem Schulbetrieb auch dem Vereinssport zur Verfügung steht.

Historische Räume mit neuer Qualität
Im Hauptgebäude standen Barrierefreiheit, Raumakustik und Belichtung im Mittelpunkt der Maßnahmen. Die ursprüngliche Raumstruktur der Schulzimmer blieb erhalten, zentrale Bereiche wurden gestalterisch neu interpretiert. Keramische Wandflächen greifen historische Motive auf. Raumhohe Verglasungen mit Holzrahmen bringen zusätzliches Tageslicht in Korridore und Gruppenräume, die klare Raumstruktur bleibt erkennbar.

Fenster als Teil der energetischen Strategie
Ein zentrales Detail der Sanierung betrifft die historischen Fenster. Die originalen Verbundfenster wurden sorgfältig überarbeitet und mit moderner Isolierverglasung ergänzt. Während das historische Innenglas erhalten blieb, wurde außen eine neue Verglasung integriert. Die Fenster erreichen einen Ug-Wert von 1,4 W/m²K und verbinden damit denkmalpflegerische Anforderungen mit zeitgemäßer Energieeffizienz und dauerhaft verbesserter Behaglichkeit im Innenraum.

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