Neue Arbeitswelten für die Verwaltung
Weinheim, Februar 2026 – Eine Pilotfläche zeigt, wie Verwaltungsräume flexibler, offener und nutzerorientierter organisiert werden könnten. So werden neue Arbeitsqualitäten geschaffen. Wie lassen sich Verwaltungsbauten flexibel, digital und zugleich bürgernah gestalten? Mit diesen Leitfragen entwickelten…

Weinheim, Februar 2026 – Eine Pilotfläche zeigt, wie Verwaltungsräume flexibler, offener und nutzerorientierter organisiert werden könnten. So werden neue Arbeitsqualitäten geschaffen. Wie lassen sich Verwaltungsbauten flexibel, digital und zugleich bürgernah gestalten? Mit diesen Leitfragen entwickelten das Münchner Architekturbüro INPULS und das Landratsamt Freising eine Pilotfläche in der ehemaligen Stabskaserne – ausgezeichnet mit dem German Design Award Gold 2025. Die zonierte Arbeitslandschaft dient als Experimentierraum für neue Formen der Zusammenarbeit. Teams testen hier Arbeitsweisen in rotierenden Zyklen, deren Erkenntnisse in die Planung des Neubaus einfließen. Als durchgängiges Material wurde der Kautschukbelag noraplan uni verlegt.
Nutzerorientiertes Design als Leitprinzip
Die Pilotfläche folgt einem bedarfsgerechten Gestaltungskonzept, das räumliche Struktur, Materialität und Farbgestaltung verzahnt. Für Offenheit und Zugänglichkeit steht eine Gestaltung, die sich an einer Palette menschlicher Hauttöne orientiert. Die räumliche Logik wird durch ein modulares Mäandersystem geprägt, das sich wie eine zweite Haut durch den Bestand zieht und Nutzungsbereiche gliedert, ohne die Struktur zu überformen. Eine wesentliche Rolle spielt dabei der Boden: „Wir setzen Kautschukbeläge regelmäßig ein – auch hier passten sie ideal“, sagt Sabrina Tafelmeier vom Architekturbüro INPULS. „Die homogene Oberfläche und die Nuancen in Beige und Brauntransportieren Ruhe und Offenheit.“
Moderne Funktionalität auf historischem Bestand
Ein Grund für die Materialwahl lag in den baulichen Rahmenbedingungen. Aufgrund des Denkmalschutzes konnte der bestehende Boden nicht entfernt werden. Der Belag ließ sich problemlos auf dem Altbestand verlegen und erwies sich auch gestalterisch als passend. „Das ruhige, homogene Erscheinungsbild schafft eine klare Grundlage, die den Raum strukturiert, ohne visuell zu dominieren“, erklärt Tafelmeier. Die Zurückhaltung lässt Möblierung und Zonierung zur Geltung kommen. Gleichzeitig über zeugt das Material durch Strapazierfähigkeit und einfache Reinigung – entscheidend für stark frequentierte Bereiche.




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