Meilenstein für die Kölner Bildungspolitik: Neues Gymnasium für Nippes beschlossen
Der Kölner Stadtrat hat in einer nicht-öffentlichen Sitzung eine fundamentale Weichenstellung für die Schullandschaft im Bezirk Nippes vorgenommen. Auf dem rund 10.000 Quadratmeter großen Areal des ehemaligen Autohauses Strunk an der Neusser Straße entsteht der…

Der Kölner Stadtrat hat in einer nicht-öffentlichen Sitzung eine fundamentale Weichenstellung für die Schullandschaft im Bezirk Nippes vorgenommen. Auf dem rund 10.000 Quadratmeter großen Areal des ehemaligen Autohauses Strunk an der Neusser Straße entsteht der dringend benötigte vierte Gymnasialstandort des Stadtbezirks.
Mobilitätskonzept inklusive
Das ambitionierte Bauvorhaben umfasst einen modernen Schulkomplex sowie eine Dreifach-Sporthalle mit einer Bruttogeschossfläche von insgesamt 15.487 Quadratmetern. Durch die direkte Anbindung an die Haltestelle Neusser Straße/Gürtel setzt das Projekt auf eine konsequent nachhaltige Erreichbarkeit im urbanen Raum. Zusätzlich fließen 248 Fahrradstellplätze in die Planung ein, um den Anforderungen an eine zeitgemäße, umweltfreundliche Mobilität gerecht zu werden.
Das Investorenmodell: Langfristige Partnerschaft
Bei der Realisierung geht die Stadt Köln neue Wege und setzt auf eine Public-Private-Partnership mit der RBL Schulbau GmbH. Der Investor baut die Immobilie schlüsselfertig und vermietet sie über eine feste Laufzeit von 30 Jahren an die Kommune.
Kosten im Vorfeld einkalkulieren
Bei einem anfänglichen Quadratmeterpreis von 29,90 Euro und einer Kopplung an den Verbraucherpreisindex belaufen sich die Gesamtkosten über die Vertragslaufzeit auf mindestens 200,1 Millionen Euro. Nach Ablauf der 30 Jahre sichert ein notarielles Ankaufsrecht der Stadt die Option, das Objekt vollständig in kommunales Eigentum zu überführen.
Befreiung aus dem Container-Interim
Die Dringlichkeit des Projekts ist akut. Das neue Gymnasium hat bereits im August 2024 in einer provisorischen Containeranlage im Toni-Steingass-Park seinen Betrieb aufgenommen. Da die dortigen Kapazitäten stark begrenzt sind, ist die Fertigstellung des Neubaus vertraglich bis spätestens Mai 2031 fixiert. Im finalen Vollbetrieb soll die Schule rund 850 Schüler:innen Platz bieten. Ein 4.400Quadratmeter großer Schulhof rundet das Konzept ab.
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